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Speierling

(Cormus domestica)

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8 — 20 m indigen EN
Habitus
Synonyme: Crataegus domestica, Mespilus domestica, Pyrus domestica, Sorbus domestica. Makrophanerophyt, coll-sm. Die Laubblätter sind unpaarig gefiedert, ähnlich der Vogelbeere. Die Doldentrauben tragen nur 30 — 60 weiße Blüten. Auch der Fruchtstand gleicht der Vogelbeere, die Früchte sind allerdings viel größer (20 — 25 mm im Durchmesser) und leicht birnenförmig. Die Blättchen sind an der Basis nur leicht asymmetrisch, der Spreitenrand ist meist durchgehend gezähnt (Lit). Die alteingebürgerte Art kommt in den Bundesländern Niederösterreich, Wien und Burgenland im alpinen und pannonischen Naturraum vor (Lit). In Istrien gibt es zerstreute bis seltene Vorkommen (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Früchte
 
 
Früchte
 
 
Früchte
Aufnahmen: 16.08.2010 vor der Bucht Njive, Premantura
 
Früchte
Aufnahme: 11.08.2015 Uvala Cisterna
 
Habitus
 
 
Blätter
 
 
Borke
Die Borke älterer Bäume ist rau und bald stark schuppig (im Gegensatz zur Eberesche). Aufnahmen: 15.08.2017 Parenzana, beim Blick auf das Dorf Kostanjica

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1885

"1424. S. Aucuparia L. (Pyrus A. Gärtn. Gemeine E. — Vogelbeerbaum. Ebritzbaum. — Abrasch. — Faulbaum. — Drosselbeer.)
Baum bis 40' hoch, auf Alpen oft nur 6' hoher Strauch mit rissiger, aschgrauer Rinde, ausgebreiteten, wehrlosen Aesten. Blätter gefiedert, Blättchen länglich oder länglichlanzettlich, spitzgesägt, spitz, Blattknospen, untere Seite der Blätter, Blatt- und Blüthenstiele nebst Kelchen mehr minder wollig filzig, im Alter verkahlend. Blüthen in grossen, reichblüthigen, gewölbten Doldentrauben. Kronen klein, 3 — 5''' im Durchmesser, weiss. Früchte kugelig, erbsengross, scharlachroth, für Schafe, Ziegen, Wild und besonders für Vögel geniessbar.
Mai — Juni


An felsigen Abhängen, in Bergwäldern und Hochmooren der höheren Mühlkreisberge, besonders der Ausläufer des bairischen und böhmischen Waldes bis zu den Gipfeln über Gneiss, Granit, Quarzfels und Hornblende, z. ß. häufig um Kirchschlag in Gesellschaft von Sambucus racemosa und Juniperus communis. Ebenso über Kalk der Berg- und Voralpenregion des Traunkreises und Salzkammergutes, z. B. nicht selten in der unteren Krummholzregion der Alpen. Seltener über Wienersandstein der Vorberge. In der Ebene auf Alluvien und in Nähe von Dörfern, an Zäunen, an Strassen und in Gartenanlagen gepflanzt.

S. domestica L. Speyerling. Der Vorigen ähnlich, aber höher, bis 60' hoch und durch kahle Blattknospen, grössere 6—8''' durchmessende Kronen, vorzüglich aber durch grössere birnförmige Früchte (von Grösse einer kleinen Holzbirn) verschieden, welche zuerst gelb mit röthlicher Wange, zuletzt braun mit weissen Punkten und teigig werden, in welchem Zustande sie als Obst (Arschützen) geniessbar sind, wird im Gebiete nur höchst selten gezügelt und kommt verwildert nicht vor.
April — Mai

S. hybrida L. Bastard-E. Baum 30—50' hoch, mit länglichelliptischen, vorne doppeltgesägten, hinten gefiederten oder tieffiederspaltigen, unterseits weissfilzigen Blättern, weissen Blüthen in gedrängten Doldentrauben und kugeligen hochrothen Beeren in Grösse einer kleinen Kirsche, wird in mehreren Gartenanlagen gezügelt, z. B. zu Schloss Haus, Aschach, am Freinberge, im Volksgarten zu Linz, zu Ebelsberg, Ens, kommt aber nirgends verwildert vor."

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, IV. Band (Seite 184), Linz 1885, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 11.09.2026

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